Frustration im Web und asynchrone Kommunikation

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Asynchrone Kommunikation? Was ist das?

Unter asynchroner Kommunikation versteht man das Übermitteln von Informationen mittels Netzwerktechnik, bei dem das Senden und Empfangen von Daten zeitlich versetzt ist. Beispiele hierfür sind Anwendungen aus der E-Mail-Kommunikation, SMS, Messenger, Forenbeiträge, etc.

 

Warum entsteht Frustration?

  • Schlechte Kommunikation: Der Inhalt der Nachricht ist unverständlich oder unzureichend formuliert.
  • Mangelnde Ressourcen: Aufgrund mangelnder Kapazität verweilt die Nachricht beim Empfänger und wird nicht bearbeitet.
  • Zu wenig Information: Der Inhalt der Nachricht berücksichtigt nicht die wesentlichen Bestandteile um verstanden und vom Empfänger entsprechend bearbeitet zu werden.
  • Nischenproblem: Das Problem, die Aufgabe hat nicht genug Relevanz um prioritär behandelt zu werden. Der Nutzen für die Mehrheit der Empfänger steht im Verhältnis zur Beantwortung des Problems.
  • Ausdruck: Der Sender oder Empfänger fühlt sich durch beabsichtigte oder unbeabsichtigte Formulierungen/Inhalte/Emojis angegriffen.

Exkurs Emojis

Emojis sind in der nonverbalen Kommunikation tückisch. Nicht nur werden sie auf den verschiedenen mobilen Endgeräten und Anwendungen unterschiedlich dargestellt. Jeder Mensch interpretiert die bunten Symbole anders. Selbst wenn Nachrichten zum Beispiel von iPhone zu iPhone geschickt werden und Emojis deshalb genau gleich aussehen, verbindet nicht jeder Leser die gleichen Gefühle damit. Für die einen sieht der grinsende Smiley fröhlich aus, während andere die gezeigten Zähne als Kampfansage interpretieren.

 

Was hilft gegen Frustration?

  • Grundsätzlich hilfreich ist es dem Sender empathisch abzuholen, das heißt ihm erstmal gute Absichten zu unterstellen
  • Geduld: In Ruhe lesen, verstehen, formulieren und antworten
  • Situation verlassen, wenn Frustration entsteht und die Konversation ggf. zu einem anderen Zeitpunkt wieder aufnehmen
  • Positive Verstärkung (Belohnung): Wer eine Situation verändern und verbessern möchte findet durch positive Verstärkung einfacher Zugang zu seinem Gegenüber. „Das Konzept ist sehr verständlich, hier würde ich allerdings noch diese Änderung vornehmen…“
  • Wahrnehmung: Wahrheit ist immer subjektiv. Jeder Mensch sieht die Welt durch seine eigene Brille. Es geht nicht um Recht oder Unrecht, es kann lediglich eine Annäherung an einen Sachverhalt geben.“Die Wahrheit wird definiert als Eigenschaft der Aussagen, mit dem widergespiegelten Sachverhalt übereinzustimmen“
    aus Georg Klaus, Manfred Buhr (Hrsg.): Philosophisches Wörterbuch.

Fazit

Oft gelingt es uns nicht, uns verständlich zu machen, geschweige denn uns durchzusetzen. Und ebenso oft begreifen wir unser Gegenüber nicht. Konversationen werden zum Streit, ohne dass uns so recht klar ist, warum. Geduld, Achtsamkeit, Wertschätzung und Empathie können uns dabei helfen Kommunikation zu verbessern und Miteinander besser umzugehen.

Johanna Weiers

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